Susohaus Überlingen

Das Geburtshaus des mittelalterlichen Mystikers und Dominikaners Heinrich Seuse (Suso) wurde durch die Initiative des Ehepaares Stoll zu einem Ort neuen spirituellen Schaffens erweckt. Heinrich Seuse lebte von 21.03. 1295 oder 1297 in Überlingen (Suso-Haus) oder Konstanz und ist am 25.01.1366 in Ulm gestorben. Er gehört neben seinem berühmten Lehrer Meister Eckhart und dem ebenfalls dominikanischen Mystiker Johannes Tauler zum Dreigestirn der sog. Deutschen Mystik.

Die im Keller des Hauses befindliche Sickerquelle wurde als Topos der Mystik, des Ursprungs und Neuwerdens der spirituellen Weglehre Heinrich Seuses als zentraler Kern der Neugestaltung des Hauses zugrundegelegt.

Der Komponist Johann Maria Gropp, der Dichter Michael Stoll, der Bildhauer Cornelius Hackenbracht und der Architekt Bruno Siegelin bemühten sich um die konkrete Ausgestaltung dieser Idee, die gemäß der Weglehre Heinrich Seuses sich auf allen vier Etagen des Hauses in einer anderen Form manifestiert.

Wir wurden beauftragt, das Fallen des Tropfens (alle drei Sekunden löst sich im Dach ein Tropfen und fällt durch die vier Etagen in den Quellstein) als zentrales Element mit Licht sichtbar zu machen. Hierfür entwickelten wir einen Spezialstrahler, der auf 3° Streuung über 15 Meter reduziert einen fast laserähnlichen brillianten Lichtstrahl vom Dach bis in den Keller wirft.

Die Projektion erfolgt im Dachgeschoss. Hier wird auch über einen ausgekügelten Mechanismuss alle drei Sekunden ein Tropfen ausgelöst

der dann im 1. OG durch einen „Abbildstein“ der Grundplatte im DG fällt

Im ersten Erdgeschoss durchfällt er eine durchbohrte Steinplatte

um im Kellergewölbe in einer Brunnenschale aufzutreffen